Geprüfte Weiterbildungseinrichtung Hamburg
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Schostakowitsch, Stalin und die Nazis


Diese Veranstaltung findet in jedem Fall statt,
es ist keine Anmeldung erforderlich!

Abendseminar Kultur verstehen, Bildung schaffen

Schostakowitsch, Stalin und die Nazis (22562)

15.12.2022 18:00 - 20:00 Uhr 8,00 Wenige Plätze

Beschreibung

Man könnte bisweilen meinen, Musik sei leichte, unpolitische Kost und diene vor allem der Unterhaltung oder der geistlichen Erbauung. Doch wie kann das sein, wenn man zu Zeiten von Hitler und Stalin komponiert? Der große russische Komponist Dimitri Schostakowitsch bezog mit seinen Sinfonien immer wieder auch politisch Stellung, so z.B. mit seiner 13. Symphonie zum sowjetischen Antisemitismus. Offiziell dem Massaker an über 30.000 Juden in Babin Yar gewidmet, reflektiert sie aber im starken Maße den Terror Stalins. Was hat uns dieses Werk heute zu sagen über die Zeit Stalins aber auch in Zeiten des Kriegs in der Ukraine? Was sagt das, wenn Vladimir Putin den Krieg in der Ukraine mit dem Argument der Entnazifizierung führt, und wenn seine Truppen dann die Gedenkstätte in Babin Yar teilweise zerstören? Zum 60. Jahrestag der Uraufführung widmen wir uns der Musik von Schostakowitsch zwischen Linientreue und Aufbegehren. Erfahren Sie, wie Geschichte, Politik und Musik zusammengehen und trotzdem oder gerade deswegen grandios klingen können. Bei uns im Bleicherhaus.

Leitung

Dr.  Friedrich Bielfeldt

Dr. Friedrich Bielfeldt

"Vergangenheit aber ist immer Gegenwart!"

Dr. Friedrich Bielfeldt hat im Anschluss an seine Lehre zum Bankkaufmann ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften absolviert, seine Diplomarbeit über die Bayreuther Festspiele verfasst und zum Themenschwerpunkt Lübecker Museen promoviert. Er war von 2011 bis 2020 tätig für die CDU-Bürgerschaftsfraktion als wissenschaftlicher Referent mit Schwerpunkt Kultur und Politik. Bei Bleicherhaus e. V. arbeitet er als Bildungsreferent an der Schnittstelle von Musik, Kultur, Politik und Geschichte, u. a. zu Schostakowitsch und Stalin, Politik in der Oper am Beispiel Richard Wagner. In seinen Abendveranstaltungen und Exkursionen legt Dr. Friedrich Bielfeldt großen Wert darauf, das Vergangene neu erlebbar werden zu lassen. Er zeigt auf, dass uns das vermeintlich Überholte heute noch viel zu sagen hat und dass wir in einer historischen Tradition stehen, die nicht vorbei ist, die unser Denken und Handeln prägt und beeinflusst, fortwährend.