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Rassismus in Deutschland: Geschichte und Gegenwart


Bildungsurlaub

Rassismus in Deutschland: Geschichte und Gegenwart (21300)

03.05.2021 - 07.05.2021 185,00 Plätze frei

Beschreibung

Der gewaltsame Tod von George Floyd schockierte Menschen weltweit und stieß neue große Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt an. Auch in Hamburg waren Tausende auf den Straßen, um die Black-Lives-Matter-Bewegung zu unterstützen und gegen Rassismus in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Diese Demonstrationen machen deutlich, dass es auch in Deutschland Rassismus gibtt, der sich nicht nur auf rechtsextreme Kreise beschränkt. Oft werden die alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus, denen Menschen in unserer Stadt ausgesetzt sind, heruntergespielt oder nicht wahrgenommen. Eine strukturelle Polizeigewalt gegenüber People of Color wie sie in den USA leider zu finden ist, liegt in Deutschland in dem Sinne nicht vor. Doch auch in Deutschland haben wir Fälle von „racial profiling“ und auch Gewalt.
Wir wollen in diesem Bildungsurlaub gar nicht so sehr auf diese extremen Fälle von Rassismus und Gewalt schauen, sondern viel mehr darauf, welche Denkmuster, Vorstellungen, Vorurteile innerhalb der breiten Gesellschaft zu finden sind. Wir fragen: Woher kommen diese Denkmuster, welche Geschichte haben sie, welche Rolle spielt die Kolonialgeschichte Deutschlands dabei und wie ist der aktuelle Stand der Dinge? Wir werden mit Menschen sprechen, die von Rassismus auf unterschiedliche Arten betroffen sind, und mit Menschen, die sich gegen Rassismus engagieren. Wir wollen auch auf Spurensuche in die Vergangenheit gehen: Wie geht das MARKK, das ehemalige Völkerkundemuseum Hamburg, mit seiner Vergangenheit um? Welche neuen Konzepte gibt es heute? Und wir schauen auch auf die dunkle Seite des beliebten Hamburger Zoos Hagenbeck, der bis Anfang des 20. Jahrhunderts sogenannte Völkerschauen veranstaltete.
Lassen Sie uns gemeinsam auf die Vergangenheit und Gegenwart von Rassismus in Deutschland blicken und dabei einmal die Perspektive wechseln: Schauen wir einmal gemeinsam auf die Mehrheitsgesellschaften, die rassistische Weltbilder über Jahrhunderte transportiert und transformiert haben, und versuchen dabei zu überlegen, was geändert werden kann, um Menschen sensibler für das Thema zu machen. Es wird nicht darum gehen, Täter und Opfer zu ermitteln oder Schuld zuzuweisen, sondern darum, welchen Anteil und welche Möglichkeiten jede*r von uns hat, die demokratische Gesellschaft zu stärken. In Hamburg.

Leitung

Wencke Stegemann

Wencke Stegemann

Die Historikerin und Germanistin verbindet Kultur, Politik und das alltägliche Leben zu individuellen Veranstaltungen. In Frankreich, Deutschland und Israel fühlt sie sich zuhause. Die Themen Rassismus und Antisemitismus liegen ihr am Herzen.